«Wer mobil telefonieren und dabei gesund bleiben will, sagt Nein zur Mobilfunk-Initiative» – dies ist eine der Hauptaussagen, mit denen der Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk VGM in den Abstimmunkskampf startet.
Der Grenzwert der Strahlenbelastung von Mobilfunkantennen liegt in Liechtenstein bei 6 Volt pro Meter. Am 4. und 6. Dezember stimmt das Liechtensteiner Stimmvolk darüber ab, ob der Grenzwert auf 0,6 Volt pro Meter heruntergesetzt wird, oder ob er auch in Zukunft bei 6 Volt pro Meter bleibt.
Der VGM sagt klar «Nein» zur Mobilfunkinitiative, die den Beschluss des Landtages, den Strahlungsgrenzwert ab 2013 zu senken, aufheben soll. In einer Abstimmungskampagne will der Verein der Bevölkerung seine Argumente für einen tieferen Grenzwert näher bringen. Der Startschuss dazu fand gestern an einer Medienkonferenz statt, an der VGM-Präsidentin Karin Pfister-Marxer und VGM-Medienbeauftrager Klaus Schädler die neue Plakataktion zur Abstimmungskampagne präsentierten. «Ich will gesünder telefonieren – Nein zur Mobilfunk-Initiative», steht auf den Plakaten und Flyer gross geschrieben. «Darum geht es dem VGM. Wir sind nicht gegen Mobilfunktelefonie – wir wollen nur, dass Mobilfunk unter gesundheitsverträglichen Bedingungen betrieben wird», sagte Klaus Schädler. Ab kommendem Wochenende machen die Plakate im ganzen Land auf diese Botschaft aufmerksam.
Ziel des VGM ist, die Bevölkerung über Mobilfunk, Strahlengrenzwerte und gesundheitliche Schäden zu informieren. Die EU würde schon seit langem an die Mitgliedsstaaten appellieren, Massnahmen zum Schutz vor Mobilfunkstrahlung zu treffen. «Jetzt hätte Liechtenstein die Chance, als gutes Beispiel voranzugehen und zu zeigen, dass auch ein kleines Land Initiative zeigen kann», sagte er weiter.
«Die Bevölkerung muss wissen, dass die Mobilfunkdienstleistungen auch bei 0,6 Volt pro Meter zu 100 Prozent gewährleistet ist», ist eine weitere wichtige Botschaft, die Karin Pfister-Marxer mitteilen will. Dies sagten auch von der Regierung in Auftrag gegebene Studien. «Es gibt weitere Studien, die aufzeigen, dass Mobilfunk auch bei noch tieferen Werten funktioniert», fügte Klaus Schädler hinzu.
Der VGM erhofft sich von der liechtensteinischen Politik, dass sie klar Stellung nimmt und die Bevölkerung über dieses Thema aufklärt. «Wir sind über den Entscheid des Landtages froh. Wir haben jedoch das Gefühl, dass jetzt in der Informationspolitik der Regierung nicht viel passiert. Wir hoffen aber, dass das Stimmvolk zum Beispiel mit Broschüren oder Podiumsdiskussionen über das Thema von offizieller Seite aufgeklärt wird», sagte Klaus Schädler.
Der VGM selbst hat noch weitere Abstimmungsaktionen geplant, die er noch nicht verraten will. Für ihn ist klar: «Mit einem Nein gehen wir den sicheren Weg!»
Ausserdem weist der VGM auf die Radiosendung «Zur Sache» von Radio Liechtenstein hin, die kommenden Sonntag zum Thema Mobilfunk ausgestrahlt wird. Ausserdem veranstaltet die Ärztekammer am Dienstag, 10. November, ein Ärzteforum zum Thema Gesundheit und Mobilfunk. Dieses findet um 19.30 Uhr im Rathaussaal in Schaan statt.
Weitere Infos zum VGM gibt es unter www.telefonie.li